Ziele

In Deutschland leben etwa 85.000 Menschen mit HIV. Dank Medikamenten kann man heute in der Regel mit HIV gut leben, aber nicht mit Diskriminierung, die leider noch immer vorkommt. Unsere Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2016 wendet sich deshalb gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV, denn Ausgrenzung und ständiges Verstecken aus Angst vor Ablehnung oder Mobbing machen krank. Sie führen außerdem dazu, dass Menschen mit HIV oft den engsten Freunden und der Familie nicht von ihrer Infektion erzählen. HIV verschwindet so zunehmend aus der öffentlichen und privaten Wahrnehmung, während gleichzeitig die Schwelle sich mitzuteilen, für die Betroffenen höher wird.

Deshalb wollen wir mit der diesjährigen Kampagne zum Welt-AIDS-Tag Solidarität fördern und Mut machen. Den Mut, aufeinander zuzugehen, über Ängste zu sprechen, dazuzulernen.

 

Themen

Die Kampagne 2016 zeichnet sich durch Authentizität, die persönliche Relevanz der Botschaften und einen plakativen Charakter aus. Die Mechanik wird anhand von drei Motiven  in verschiedene Alltagsszenen umgesetzt.

Die Motive zeigen authentische HIV-infizierten Menschen, die ein Schild mit einer zweigeteilten Botschaft hochhalten. Der erste Teil der Botschaft stellt eine positive Aussage zum Umgang mit der Infektion dar, während der zweite Teil auf die erlebte Einschränkung durch Diskriminierung hinweist.

So wird deutlich, dass Zurückweisung und Ausgrenzung aufgrund einer HIV-Infektion sowie die Angst davor, angesichts einer verbesserten medizinischen Versorgungslage für viele Betroffene heute meist schwerer wiegen als die gesundheitlichen Folgen der Infektion.

In der Kampagne wird dazu angeregt, die Perspektive von Menschen mit HIV einzunehmen und so die eigene Einstellung sowie das Wissen hinsichtlich HIV/AIDS zu überprüfen.