Hier findet ihr die Neuigkeiten aus 2007. Nicht mehr taufrisch, aber immer noch erfrischend aktuell. Denn Solidarität und Engagement sind nie „von gestern“.
Fünf Tage noch zum Welt-Aids-Tag. Aber was wissen die Menschen überhaupt über diesen Tag. Wir haben sie gefragt. Die Befragten waren zum Teil erstaunlich gut informiert. Aber auch nicht über alles. Und erst recht nicht alle.
Pressekonferenz zum Welt-Aids-Tag heute in Berlin. Mit Bundesministerin Ulla Schmidt, BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott, Samy Deluxe, Deutscher AIDS-Hilfe und Deutscher AIDS-Stiftung. Wer dort war, weiß über Aids und den Welt-Aids-Tag bescheid. Aber was wissen die „normalen“ Bürger auf der Straße?
Wir haben Passanten gefragt, was sie über den Welt-Aids-Tag und die Rote Schleife wissen. Einige sind bestens informiert, andere wiederum verfügen eher über... naja, sagen wir mal "Halbwissen".
Der Clip gibt einen interessanten Überblick darüber, was Aufklärungskampagnen und Welt-Aids-Tag-Aktionen in den vergangenen Jahren schon erreicht haben - aber er zeigt auch, dass noch einiges zu tun bleibt.
Samy Deluxe macht Licht. Auf vielen Fernsehsendern. Im neuen TV-Spot zum Welt-Aids-Tag, der ab sofort online ist und bei vielen Fernsehsendern geschaltet wird. Samy Deluxe wirbt darin für Solidarität und Engagement. Damit uns allen ein Licht aufgeht.
Lachen, einfach gelöstes Lachen. Das war vielleicht das schönste Zeichen beim Besuch von Philipp Lahm im Café der Münchner AIDS-Hilfe. Dort hatte sich der Nationalspieler mit HIV-Betroffenen getroffen. Und sie einfach nach ihrem Leben gefragt.
Die Nervosität war anfangs auf allen Seiten gleich groß. Auch bei Geschäftsführer Thomas Niederbühl und seinen Mitarbeiterinnen.
Eine halbe Stunde warten er und die Gäste des Café Regenbogens nun bereits. Der Saal ist berstend voll, alle Stühle sind besetzt. Auch in der Küche und im Gang stehen sich die Mitarbeiter des Cafés auf den Füßen. Die meisten sind HIV-positiv. Sie bereiten sich durch ihre Arbeit im Café auf eine Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt vor.
Derweil quält sich Philipp Lahm hinter einem LKW durch den Stau. Sein Terminkalender ist jetzt schon durcheinander. Jetzt noch das Interview und dann zur Münchner AIDS-Hilfe. Dort, in der Lindwurmstraße, zücken die ersten Journalisten aufgekratzt ihr Handy. Die Redaktion möge sich gedulden. Philipp Lahm sei noch nicht da, das Bild käme später, nein, er habe nicht abgesagt, sei bereits auf dem Weg.
Doch die Nervosität legt sich schnell. Zu Fuß kommt Philipp Lahm um die Ecke, in seiner grauen Fleecejacke kaum zu unterscheiden von den anderen Fußgängern. Ein Handschlag, eine schlichte Begrüßung, noch mal ein Handschlag für die Fernsehkamera und schon hat Thomas Niederbühl den prominenten Gast nach innen geführt.
Die Fotoapparate klicken, Mikrofone werden in Stellung gebracht, das TV-Team drängt sich durch die vollbesetzte Stube. Thomas Niederbühl spricht ein paar einleitende Worte, stellt die Münchner AIDS-Hilfe und das Café Regenbogen vor. Geschenke werden ausgetauscht (fast wie Wimpel auf dem Spielfeld).
Und dann sitzt Philipp Lahm zusammen mit acht Menschen am Tisch, die auf unterschiedliche Weise von HIV betroffen sind. Man stellt sich vor, zeigt sich noch befangen. Und das, obwohl die Presse in einen separaten Raum geleitet wurde. Die ersten Worte holpern etwas. Wer mehr nervös ist, ist nicht auszumachen. Aber es dauert nicht lange, bis sich ein lebhaftes Gespräch entwickelt. „Ganz ungewohnt“, meinte der Nationalspieler hinterher, „dass ich hier Fragen stelle. Normalerweise muss ich ständig Fragen beantworten.“ Aber nach wenigen Minuten ist das erste Lachen zu hören. Das Gespräch wird lebhafter, man scherzt. Es ist förmlich zu sehen, dass Philipp Lahm immer neugieriger wird, immer mehr Details wissen möchte. Und dass seine Gesprächspartner aufgetaut sind. Der „Superstar“ ist sympathisch, kein bisschen abgehoben – und „er hat echt gute Fragen gestellt“, wie hinterher ein Teilnehmer berichtet.
Eigentlich müsste Philipp Lahm längst beim Physiotherapeuten sein, um seine Verletzung behandeln zu lassen. Aber das Gespräch ist interessant, er schaut gar nicht auf die Uhr, stellt weitere Fragen – und bekommt Auskunft. „Das war schon großartig, wie kompetent die Leute waren, wie viel Sachwissen sie hatten.“
Die Verabschiedung fällt herzlich aus. Philipp Lahm ist voll des Lobes. „Ich habe viele Erkenntnisse gewonnen, das war sehr interessant – und hilfreich für meine Tätigkeit als Botschafter des Welt-Aids-Tags.“ Bei seinen Gesprächspartnern hat er jedenfalls einen fantastischen Eindruck hinterlassen. Auch bei den anderen Besuchern nur „positives“: „Großartig, dass sich mal einer mit den wirklich Betroffenen an einen Tisch setzt“, „ganz stark“, „toller Kerl“.
Der Welt-Aids-Tag hat ein neues Gesicht. Und ein starkes Versprechen: „Gemeinsam gegen Aids“. In diesem neuen Look sind alle Plakate, Postkarten und Flyer gestaltet. Und jetzt sind sie zu haben.
Info an alle, die aktiv werden wollen: Ab sofort könnt ihr über unser Bestellsystem erste Materialien zum WAT (Welt-Aids-Tag) bestellen: Mobilisierungsflyer und Aufkleber sollen noch mehr Menschen dazu motivieren, sich an der Gemeinschaftsaktion zu beteiligen. Außerdem stellen wir Anzeigen zur Verfügung, in denen Anni Friesinger, Philipp Lahm, Samy Deluxe und Christiane Paul zum Mitmachen aufrufen. Darüber hinaus sind inzwischen auch die Banner online. Und virtuell Schleife zeigen ist ja bereits schon seit einiger Zeit möglich.