Die Zahlen belegen es: Wir dürfen Aids nicht vergessen. Aids ist weltweit eine Katastrophe. Und auch bei uns infizieren sich jedes Jahr 3000 Menschen mit dem HI-Virus.
Was viele vergessen (oder gar nicht mehr wissen): Aids ist nicht heilbar. Nur weil wir kaum Aidskranke in der Öffentlichkeit sehen und sie dank moderner Medikamente länger leben, ist die Krankheit nicht verschwunden. (Und ganz nebenbei bemerkt: Der Medikamenten-Cocktail, den Aidskranke einnehmen, ist kein "Softdrink". Er schränkt die Lebensqualität ein und kann erhebliche Nebenwirkungen haben.)
Deshalb ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember jedes Jahr Anlass, auf das Thema aufmerksam zu machen, Solidarität mit den Betroffenen auf der ganzen Welt zu zeigen, aufzuklären und sich für Schutz starkzumachen. Denn Aids geht uns alle an.
Die Botschafter des Welt-Aids-Tags
Das wissen auch Anni Friesinger, Christiane Paul, Samy Deluxe und Philipp Lahm. Sie unterstützen die gemeinsamen Aktionen zum Welt-Aids-Tag als nationale Botschafter. (Hier geht es zu ihren Statements und einer Kurzbiografie.) Auf Plakaten, in Interviews, mit Auftritten in der Öffentlichkeit rütteln sie auf, versuchen Tabus zu knacken und suchen den Schulterschluss.
Aber sie stehen nicht alleine da. Denn jede und jeder kann zusammen mit Philipp Lahm, Samy Deluxe, Christiane Paul und Anni Friesinger Botschafterin oder Botschafter werden. Einige bekannte Persönlichkeiten haben sich bereits angeschlossen. Einfach hier im Internet ein eigenes Bild hochladen und ein Statement abgeben. Oder, noch besser: Aktionen planen, in der eigenen Stadt aufklären, die Menschen ansprechen. Damit Aids nicht vergessen wird. Gemeinsam mit den nationalen Botschaftern.
Das ist das Motto des Welt-Aids-Tages. Und unser Versprechen. „Gemeinsam gegen Aids“ versprechen wir Betroffenen. „Gemeinsam gegen Aids“ appellieren wir an die internationale Politik. „Gemeinsam gegen Aids“ heißt der Ruf an alle, ob jung oder alt, Frau oder Mann, homo, hetero oder bi.
Der Welt-Aids-Tag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und 1988 zum ersten Mal von der Weltgesundheitsorganisation WHO durchgeführt. Inzwischen haben die Vereinten Nationen eine eigene Organisation für den Kampf gegen Aids gegründet, UNAIDS, die auch den Welt-Aids-Tag ausruft.
Stop AIDS. Keep the Promise!
Das internationale Motto der Welt-Aids-Tag-Kampagnen für die Jahre 2005 bis 2010 lautet „Stop AIDS. Keep the Promise!". Es erinnert daran, dass im Juni 2001 Politikerinnen und Politiker aus 189 Ländern auf einer Sondersitzung der Vereinten Nationen das Versprechen gaben, HIV und Aids national und international stärker zu bekämpfen – ein Versprechen, das in großen Teilen immer noch nicht erfüllt ist.
In Deutschland wird die Welt-Aids-Tag-Kampagne von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchgeführt. Kooperationspartner sind die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Sie ist verantwortlich für die bundesweite Aids-Präventionskampagne „Gib Aids keine Chance" und damit für die Aids-Aufklärung der gesamten Bevölkerung.
Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) ist der Bundesverband von etwa 120 örtlichen Mitgliedsorganisationen. Die Aidshilfen betreiben Prävention für die besonders von HIV gefährdeten und betroffenen Gruppen, vertreten deren Interessen, bieten Hilfe zur Selbsthilfe und leisten Aufklärung, Information, Beratung und Betreuung.
Die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) gibt finanzielle Hilfen für Betroffene, fördert Projekte zu HIV und Aids in Deutschland wie auch international, unterstützt die Forschung zu HIV-Impfstoffen und arbeitet vielfältig zur Erhöhung der Akzeptanz HIV-infizierter und aidskranker Menschen, zum Beispiel über die Organisation von kleinen und großen Events.
Mehr Informationen zu allen Botschafterinnen und Botschaftern des Welt-Aids-Tags findet ihr unter dem Menüpunkt "Botschafter".