Besonders Jugendliche brauchen bei einer Infektion Unterstützung von ihrem Freundeskreis
Die HIV-Infektion und Aids sind immer noch mit Tabus verbunden. Wer HIV hat, traut sich deshalb oft nicht, mit anderen über seine Infektion, seine Bedürfnisse und seine Gefühle zu sprechen. Das gilt auch und gerade für junge Menschen, die sich ihr Leben erst aufbauen. Freunde können hier Halt und Unterstützung anbieten.
Vielen Betroffenen fehlt die Unterstützung aus dem Freundes- und Familienkreis
Jungen und Mädchen mit einer HIV-Infektion durchleben ihre Jugend oft mit einer besonderen Härte und zusätzlichen Schwierigkeiten. Oft ist das eigene Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein noch fragil. Jugendliche brauchen gerade in dieser Entwicklungsphase Halt und Orientierung – durch Eltern, Freunde, Vorbilder. Die eigene Sexualität erwacht, zwischenmenschliche Beziehungen gewinnen an Bedeutung. Mit einer HIV-Infektion kann dies besonders erschwert werden.
Jungen Menschen fällt es schwerer, über eine HIV-Infektion zu sprechen
Es ist sehr wichtig, dass Jugendliche mit einer HIV-Infektion einen selbstverständlichen Umgang mit HIV erleben, sich über Probleme mit der Infektion austauschen können und in gemeinsamen Unternehmungen ein Miteinander erfahren. Denn all das trägt zur Stärkung des Selbstbewusstseins und besseren Bewältigung des Lebens mit HIV bei. Deswegen gibt es für jüngere HIV-Positive spezielle Selbsthilfegruppen, Begegnungsmöglichkeiten und Internetangebote. Da HIV so stark tabuisiert wird, fällt es HIV-Positiven oft schwer, mit anderen über ihre Infektion oder Krankheit und ihre Bedürfnisse zu sprechen. Besonders wichtig für Jugendliche mit HIV ist die Unterstützung durch die Familie und von Freundinnen und Freunden. Sie können durch Offenheit, Respekt und Akzeptanz zeigen, dass ein HIV-positiver Mensch immer noch und in erster Linie ein Mensch und keine Krankheit ist.
Jugendliche als wichtige Zielgruppe der HIV-Prävention
Jugendliche sind in der HIV-Prävention immer eine wichtige Zielgruppe gewesen und bleiben es auch weiterhin – schon allein aus Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Ein Erfolg der Prävention ist darin zu sehen, dass in Deutschland bislang eher wenige Jugendliche von HIV betroffen sind. Der Anteil der nicht-verhütenden Jungen hat sich von 2005 auf 2009 nahezu halbiert.
Die Ziele der HIV-Prävention sind unter anderem der Aufbau von Wissen, Motivation, Verantwortung, Selbstbewusstsein und Selbstverantwortung. Diese bleiben auch in Zukunft Themen, da HIV nach wie vor nicht heilbar ist und weitere sexuell übertragbare Infektionen im jugendlichen Sexualleben ein Risiko darstellen können.
Diese Menschen berichten was die Situation für sie konkret bedeutet und wie sie damit umgehen
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