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Eisschnellläuferin Anni Friesinger

Botschafterin seit 15. August 2007

" Es ist erschreckend, dass heute so wenig über die Gefahr von Aids gesprochen wird, dass ein so ernstes Thema in den Hintergrund gerückt ist. Ich will die Leute aufwecken. "

Eislaufen ist für mich das Größte! Und das Größte in dieser Saison sind die Olympischen Spiele in Vancouver. Da will ich wieder richtig durchstarten und es möglichst oft in die Medaillenränge schaffen.

Ich habe Glück. Bei mir dauert eine Verletzung vielleicht ein Jahr und dann kann ich mir neue Ziele stecken. Bei meiner Verletzung ist das Ende absehbar. Und ich werde meine Leistungsfähigkeit wieder erlangen. Diese Chance haben HIV-Positive nicht. Denn HIV ist nicht heilbar!

Die Behandlung endet auch nicht irgendwann erfolgreich, sondern dauert ein Leben lang. Inzwischen haben HIV-Positive zwar eine früher unvorstellbar hohe Lebenserwartung (über 20 Jahre habe ich gerade gelesen), aber sie werden diese Jahre nie ‚normal’ erleben. Sie müssen ein Leben lang die Medikamente ihrer Kombinationstherapie einnehmen. Diesen Medikamentencocktail müssen sie immer mal wieder neu einstellen, weil der Körper bei manchen irgendwann nicht mehr darauf reagiert. Von den Nebenwirkungen will ich gar nicht erst sprechen. Ich habe einen der Beipackzettel durchgelesen. Unglaublich und erschreckend.

Aber das ist noch nicht alles. HIV-positive und aidskranke Menschen werden immer noch ausgegrenzt. Sie trauen sich nicht, ihre Infektion offenzulegen, weil einige Menschen ihnen immer noch die Schuld an ihrer Situation geben. Oder sie werden am Arbeitsplatz von Kollegen gemobbt und nicht selten wird ihnen sogar unter falschen Begründungen gekündigt.

Dabei kann Aids jeden treffen. Deshalb bitte ich euch: Zeigt Euch solidarisch mit den Betroffenen – gemeinsam mit mir. Werdet Botschafterin oder Botschafter und zeigt Schleife. Damit drückt ihr eure Solidarität aus und setzt ein Zeichen für den gemeinsamen Kampf gegen die Krankheit.

Eure Anni Friesinger

Kommentare

Stefanie, 15. Januar 2010

Wir Menschen haben versucht Aids zu ignorieren, nicht darüber zu sprechen, es aus unseren Köpfen zu verbannen.
Denn in unserer Westlichenzivilisation passiert soetwas nicht, hier erkranken die Menschen nicht an dieser furchtbaren Krankheit.
Nun stehen wir da, betrachten den Scherbenhaufen und müssen endlich verstehen, dass es an uns liegt den HI-Virus gemeinsam einzugrenzen.
HIV gehört zu unser aller Leben, infiziert oder nicht, wir alle haben Aids diese Kreise ziehen lassen, nun müssen wir alle dafür grade stehen und etwas dagegen tun!

Brigitte, 30. Dezember 2009

Ich hätte wirklich gern gespendet. Aber leider ist auf der Postkarte zum Welt-Aids-Tag keine Kontonummer angegeben, sondern nur die Möglichkeit einer SMS-Spende für 3,00 EUR vorgesehen. Sehr schade. Für die Konto-Nr. wäre doch auch noch Platz gewesen....

Paula Reiher, 14. Dezember 2009

Der Mann der den Berg abtrug, war der selbe, der anfing kleine Steine wegzutragen.
Natürlich kann man nicht mit einem Mal die Welt ändern und wenn alle so denken würden säße man heute noch in der Steinzeit, aber da sind wir nicht also ändert sich doch was. Man muss es auch sehen wollen. Mir geben diese Briefe jedenfalls Kraft. Man ist nicht allein.

Oberstufe Lindenhöhe., 02. Dezember 2009

Liebe Frau Friesinger,
Heute haben wir als Klasse der Oberstufe Lindenhöhe den Weltaidstag besprochen, und dabei Ihren Artikel gelesen.
Für die Betroffene denken wir, sind die Medikamente eher ein Lichtblick, ein Hoffnungsschimmer an den sie sich klammern können und nicht unbedingt eine Qual der Nebenwirkungen. Natürlich kommt es auf den Patienten an, wie er auf die Medikation anspricht.
Durch die Medikamente werden die Qualen eher aufgeschoben und man kann noch eine Weile normal weiterleben, seinen Alltag ohne die Krankheit weiter erleben.
Klar gibt es viele Umstellungen im Leben eines HIV Positiven und es ist schrecklich, dennoch finden wir, wir alle dürfen NIE die Hoffnung aufgeben.
mit lieben Gruss
ihre Klasse der Oberstufe Lindenöhe.

Petra, 02. Dezember 2009

Michael,das kannst du nie genau wissen, ob sich da nie was ändern wird!
Es könnte sich irgendwann schon was ändern auch wenn es noch lange dauern kann!!
Aber wie heißt es so schön, die Hoffnung stirb zu letzt!
Also bitte gebt die Hoffung nie auf und hört nie auf zu kämpfen...

Kim, 29. November 2009

Ja es ist schreklich,
immernoch gibt es diese Krankheit. Ärzte haben es nicht geschaft dieses Virus auszurotten!
Wir sind es den Betroffenen schuldig an sie zu glauben, Sie nicht auszugrenzen und Ihnen den Mut zu geben den Kampf nicht aufzugeben.
Die Öffentlichkeit spricht und tut viel zu wenig für dieses wichtige Thema was uns doch ALLE betrifft, jeder kann es haben.

Gemeinsam sollte man sich Gedanken machen wie man diesen Menschen helfen kann ihr Leid erträglicher zu machen...

Was wird die Zukunft bringen....

Danke!

Dana, 28. November 2009

Ich finde,dass dies alles stimmt...die meisten Leute trauen sich es nicht offen zu sagen..!!!Und das lieg meist daran das sie kein Verständniss von den anderen bekommen und diskrininiert/ausgeschlossen werden!!!
Und das ist FALSCH,deshalbt sollten wir alle solidarität gegenüber unseren Mitmenschen zeigen und die Schleife tragen,um somit darauf aufmerksam zu machen um den anderen Leuten zu zeigen,dass es immer noch Aktuell ist und es nicht weniger wird mit den Menschen die sich jedes Jahr infizieren,sonder im gegenteil es immer mehr Menschen werde die sich mit HIV infizieren...!!!
Deshalbt ist es auch enorm wichtig die Jugen genau darüber zu informieren,damit sie sich schützen und sich nicht noch mehr Mensch mit infizieren...!!!

Andre, 25. November 2009

Aids / HIV ist nicht Heilbar !!! RICHTIG !!!!

Ich bin selbst betroffen!! Eine echt miese Situation!!

Medikamente muss ich bei meinen Werten noch nicht nehmen!! Aber Medis ein Lebenlang nehmen zu müssen ist nicht alles im Leben eines Positiven!!

Das Leben ändert sich im ganzen!! Aber jeder Positive muss Stark sein und versuchen sein Leben zu Leben!!

Das die Lebenserwartung eines Positiven Menschens über 20 Jahre ist stimmt nicht ganz!!!

Ein Positiver hat auch wenn er wie ich (26 Jahre ist) immer noch die Möglichkeit sein Rentenalter zu erleben!! Natürlich muss sich das Leben stark ändern und man sollte ein wenig mehr auf sich achten.

Viele Leute Sterben heute nicht mehr an Aids ..... Sie sterben MIT HIV!!!

Allen Positiven möchte ich sagen das sie Stark sein sollen!! Das sie ihr Leben auf jedenfall Leben sollen!!

Und allen Negativen drück ich fest die Daumen das es auch so bleiben wird !!!

BLEIBT "SAFE"

Sora, 25. November 2009

Ich finde, beides stimmt... sicher, viele Menschen sind betroffen, es hilft auf jeden Fall, aufzufallen, darauf aufmerksam zu machen denn die Anzahl der Menschen, die auch heutzutage kein Bescheid wissen, ist erschreckend hoch.
Aber ebenso richtig ist es auch, dass sich in vielen Regionen und Köpfen selbst durch Aufrufe nichts ändern wird.
Es wird geholfen, vor allem in armen Ländern, bei der Forschung und vor allem, was die Aufklärung angeht... aber genauso gibt es auch Menschen, welche die Augen verschließen, durch das feine Netz der Aufklärung durchfallen und nicht damit in Kontakt kommen, egal, wie viel man über AIDS oder andere Krankheiten erzählt... deshalb ist es wichtig, weiter zu reden... nicht nur über AIDS sondern auch über Krankheiten, die seltener Auftreten, welche ebenso tabuisiert werden wie AIDS und die solche oder noch schlimmere Auswirkungen haben können.

Alfred, 24. November 2009

Ihr wisst doch: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Ich bin weiß Gott keine Kämpfernatur, suche aber gern die Gemeinschaft. Hier findet sich eine große Gruppe zusammen, die gemeinsam mit denjenigen, die an vorderster Stelle mit ihrer Popularität auf das Problem HIV und AIDS aufmerksam machen. Wenn es uns gelingt, einen einzigen Menschen vor der Ansteckung zu bewahren, dann haben wir schon großes geleistet.
Und ich sage euch: Wir schaffen noch mehr!

Franziska Seitz, 01. Dezember 2008

Tut mir leid Michael, aber diese Meinung teile ich nicht mit dir.
Dieser Welt Aids Tag gibt vielen Menschen Hoffnungen und deswegen sollten wir auch schreiben, was wir fühlen und sagen wollen.

Ein Mensch allein, kann schon viel bewegen, aber eine ganze Menge, umso mehr.

Michael, 01. Dezember 2008

Es bringt nichts was ihr alle schreibt... da wird sich nix ändern

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