Welt-Aids-Tag

Weltweit leben etwa 35 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2,1 Millionen kommen pro Jahr dazu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag.

Grafik HIV-Infizierte Menschen weltweit 35 Mio., Menschen mit HIV in Deutschland 80.000, Subsahara-Afrika ist am stärksten betroffen fast 70 % der Neu-Infektionen

2015 findet der Welt-Aids-Tag zum 28. Mal statt. Seit 1988 wird er jährlich am 1. Dezember begangen. Mit zahlreichen spannenden Aktionen erinnern Regierungen, Organisationen und Vereine weltweit an diesem Tag an HIV und Aids, und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen. Das Spektrum reicht von Informationsständen in der Innenstadt über Podiumsdiskussionen bis hin zu Spendengalas mit großem Promi-Engagement.

Der Welt-Aids-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft - weltweit wie auch in Europa und Deutschland - daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist. Auch, damit überall die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten orientieren können.

Nur 37% der Betroffenen weltweit haben Zugang zu Medikamenten

Daten & Fakten zu HIV/Aids weltweit

  • Weltweit leben etwa 35 Millionen Menschen mit HIV.
  • Pro Jahr kommt es zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen, davon etwa 240.000 bei Kindern.
  • Nur 37 Prozent der Betroffenen haben bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten.
  • Seit Anfang der 80er Jahre bis 2013 haben sich etwa 78 Millionen Menschen mit HIV infiziert; 39 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen gestorben.
  • Mit fast 70% aller HIV-Neuinfektionen ist Afrika südlich der Sahara am stärksten betroffen.
  • Besonders in Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen, 2013 allein um 110.000.
  • In Deutschland leben heute rund 80.000 Menschen mit HIV.
  • Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von Aids gestorben.

In Deutschland setzen sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche Aids-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein. Unter dem Motto „Positiv zusammen leben“ liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf ganz persönlichen „Gewissensfragen“ und dem Aufruf zur Toleranz und Solidarität: Die meisten Menschen wissen, dass sie im Alltag vor einer Infektion mit HIV sicher sind. Aber in den Situationen, in denen es auf dieses Wissen ankommt, vertrauen manche doch nicht darauf – die Ängste sind stärker. Darum fragt unsere Kampagne: „Was wäre, wenn der Mensch Dir gegenüber HIV hätte? Was würdest Du tun?“

Mehr Informationen zu HIV/ AIDS unter: www.gib-aids-keine-chance.de