Welt-AIDS-Tag

Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2,1 Millionen kommen pro Jahr dazu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Am 1. Dezember findet deshalb jedes Jahr der Welt-AIDS-Tag statt. Ziel ist es, dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist – und zu zeigen, dass wir alle positiv zusammen leben können.

Grafik HIV-Infizierte Menschen weltweit 35 Mio., Menschen mit HIV in Deutschland 80.000, Subsahara-Afrika ist am stärksten betroffen fast 70 % der Neu-Infektionen

2016 findet der Welt-AIDS-Tag zum 29. Mal statt. Seit 1988 wird er jährlich am 1. Dezember begangen. Mit zahlreichen spannenden Aktionen erinnern Regierungen, Organisationen und Vereine weltweit an diesem Tag an HIV und Aids, und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen. Das Spektrum reicht von Informationsständen in der Innenstadt über Podiumsdiskussionen bis hin zu Spendengalas mit großem Promi-Engagement.

Der Welt-AIDS-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft - weltweit wie auch in Europa und Deutschland - daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist. Auch, damit überall die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten orientieren können.

Nur 37% der Betroffenen weltweit haben Zugang zu Medikamenten

Daten & Fakten zu HIV/AIDS weltweit

  • Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV.
  • Pro Jahr kommt es zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen, davon etwa 240.000 bei Kindern.
  • Nur 46 Prozent der Betroffenen haben bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten.
  • Seit Anfang der 80er Jahre bis 2013 haben sich etwa 78 Millionen Menschen mit HIV infiziert; 39 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen gestorben, 2015 waren es weltweit etwa 1,1 Mio. Menschen.
  • Mit fast 70% aller HIV-Neuinfektionen ist Afrika südlich der Sahara am stärksten betroffen.
  • Besonders in Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen, 2015 allein um 190.000.
  • In Deutschland leben heute rund 85.000 Menschen mit HIV.
  • Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben.

In Deutschland setzen sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein. Unter dem Motto „Positiv zusammen leben“ macht die diesjährige Kampagne deutlich, wie Menschen die Diskriminierung aufgrund ihrer HIV-Infektion erleben.

Diskriminierungserfahrungen und die Angst vor Zurückweisung und Ablehnung führen dazu, dass Menschen mit HIV oft den engsten Freunden und der Familie nicht von ihrer Infektion erzählen. HIV verschwindet so zunehmend aus der öffentlichen und privaten Wahrnehmung, während gleichzeitig die Schwelle sich mitzuteilen, für die Betroffenen höher wird. In der Kampagne wird dazu angeregt, die Perspektive eines Menschen mit HIV einzunehmen und so die eigene Einstellung sowie das Wissen hinsichtlich HIV/AIDS zu überprüfen.

Mehr Informationen zu HIV/ AIDS unter: www.liebesleben.de