Stell dir vor, trotz Krieg hilfst du weiter.

Von Geburt an HIV-positiv, unterstützt Yanas Organisation in der Ukraine Jugendliche mit HIV. Aber ohne Politik und Gesellschaft geht es nicht!

Yana wurde mit HIV geboren. Das Wissen, wie sie damit leben konnte, wurde ihr nicht in Wiege gelegt – das musste sie sich erkämpfen.

Als sie mit 10 von ihrer Infektion erfuhr, dachte Yana, sie müsse nun sterben. Ihre Mutter erklärte ihr, dass sie ab sofort Medikamente nehmen und überleben würde. Doch sie hatte noch eine Botschaft: Niemand sollte von der HIV-Infektion erfahren.

Das hatte Gründe: Überall gab es Vorurteile und Berührungsängste gegenüber HIV-positiven Menschen. Nachdem Yana einer Freundin erzählte, dass sie HIV-positiv war, wollte deren Großmutter gleich die ganze Familie testen.

Kraft gab ihr eine Selbsthilfegruppe für HIV-positive Kinder. Als Jugendliche begann sie schließlich, andere Kinder und Jugendliche mit HIV aufzuklären und zu unterstützen.

„Sogar im Unterricht hatte ich jede Menge Unsinn über HIV gehört“, erinnert sich Yana. „Es gab ein riesiges Informationsbedürfnis. Also wurde ich selbst aktiv!“

Yana gründete die Organisation Teenergizer, die mittlerweile 170.000 Beratungsgespräche geführt hat. Teenergizer arbeitet mit anderen Organisationen und der Regierung zusammen. Prominenteste Unterstützerin: First Lady Olena Selenska.

Seit der Krieg Russlands gegen die Ukraine tobt, ist die Situation für viele HIV-positive Kinder und Jugendliche noch schwieriger geworden. Vorherrschendes Thema ist jetzt mentale Gesundheit. Denn jetzt müssen junge Menschen ihre HIV-Infektion, die Stigmatisierung und auch noch den Krieg verkraften.

„Wir stehen enorm unter Druck!“, sagt Yana. „Wir brauchen eure Hilfe. Bitte vergesst uns nicht!“